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Die "Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde" wurde 1824 auf Anregung des damaligen Oberpräsidenten der Provinz Pommern, Johann August Sack, in Stettin gegründet, wo sie bis 1945 ihren Sitz hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand sich in Hamburg ein Kreis alter Mitglieder mit jüngeren Pommern zusammen und wirkte dort, schon von 1952 an, für die Ziele der alten Gesellschaft, wobei auch Aspekte der bildenden Künste einbezogen wurden. So kam es 1954 zur formellen Wieder- bzw. Neugründung unter dem jetzigen, erweiterten Namen mit dem Sitz in Hamburg. Von dort aus breitete die Gesellschaft sich bald über das Gebiet der damaligen Bundesrepublik einschließlich Berlins aus.
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Die Tatsache, dass die Gesellschaft als funktionsfähige Institution existierte und die alten Traditionen bewahrt hatte, erhielt unerwartet ganz aktuelle Bedeutung, zumal immer eine gewisse Verbindung zu Historikern in Vorpommern bestanden hatte. Gemeinsam wurde nun beschlossen, neben den schon in Westdeutschland bestehenden Abteilungen eine Abteilung Vorpommern zu gründen. Sie ist heute mit etwa 320 Mitgliedern, darunter die Universität Greifswald, das Landesarchiv Greifswald, die vorpommerschen Landkreise usw., die aktivste in unserer Gesellschaft. Seit Mai 1998 ist Greifswald Sitz der Gesellschaft.
Welches waren bzw. sind die hauptsächlichen Aktivitäten? Bereits 1955 konnte der erste neue Band des Jahrbuchs der Gesellschaft unter dem traditionellen, seit 1832 bestehenden Titel "Baltische Studien" erscheinen. Gleich in diesem ersten, aber auch in späteren Bänden fand die Ausdehnung des Themenkreises auf pommersche oder auf Pommern bezogene Kunst ihren Niederschlag. Der Schwerpunkt lag und liegt jedoch weiterhin auf dem Gebiet der pommerschen Geschichte und damit verwandter Disziplinen. Namhafte Kenner vieler wissenschaftlicher (Teil-) Disziplinen und Spezialgebiete (Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Literatur, Genealogie, Heraldik, Münzkunde, Musik, Bau-, Kirchen- und Medizingeschichte) stehen der Gesellschaft als Kuratoren beratend und anregend zur Seite. |