|
|
|
 |
 |
 |
 |
ZIELE UND AUFGABEN |
 |
Information über Struktur und Ziele
|
Information über Struktur und Ziele
Die "Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde" wurde 1824 auf Anregung des damaligen Oberpräsidenten der Provinz Pommern, Johann August Sack, in Stettin gegründet, wo sie bis 1945 ihren Sitz hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand sich in Hamburg ein Kreis alter Mitglieder mit jüngeren Pommern zusammen und wirkte dort, schon von 1952 an, für die Ziele der alten Gesellschaft, wobei auch Aspekte der bildenden Künste einbezogen wurden. So kam es 1954 zur formellen Wieder- bzw. Neugründung unter dem jetzigen, erweiterten Namen mit dem Sitz in Hamburg. Von dort aus breitete die Gesellschaft sich bald über das Gebiet der damaligen Bundesrepublik einschließlich Berlins aus.
|
|
|
Nach jahrzehntelanger, erfolgreicher Tätigkeit im "Exil" brachte die Überwindung der Teilung Deutschlands in den Jahren nach 1989 einschneidende Veränderungen und neue Möglichkeiten. Auch in Vorpommern hatten sich Historiker und geschichtlich Interessierte zusammengefunden und mit der pommerschen Geschichte befasst, aber nicht die Möglichkeit gehabt, sich in einem entsprechenden Verein offiziell zusammenzuschließen.
Die Tatsache, dass die Gesellschaft als funktionsfähige Institution existierte und die alten Traditionen bewahrt hatte, erhielt unerwartet ganz aktuelle Bedeutung, zumal immer eine gewisse Verbindung zu Historikern in Vorpommern bestanden hatte. Gemeinsam wurde nun beschlossen, neben den schon in Westdeutschland bestehenden Abteilungen eine Abteilung Vorpommern zu gründen. Sie ist heute mit etwa 320 Mitgliedern, darunter die Universität Greifswald, das Landesarchiv Greifswald, die vorpommerschen Landkreise usw., die aktivste in unserer Gesellschaft. Seit Mai 1998 ist Greifswald Sitz der Gesellschaft. Welches waren bzw. sind die hauptsächlichen Aktivitäten? Bereits 1955 konnte der erste neue Band des Jahrbuchs der Gesellschaft unter dem traditionellen, seit 1832 bestehenden Titel "Baltische Studien" erscheinen. Gleich in diesem ersten, aber auch in späteren Bänden fand die Ausdehnung des Themenkreises auf pommersche oder auf Pommern bezogene Kunst ihren Niederschlag. Der Schwerpunkt lag und liegt jedoch weiterhin auf dem Gebiet der pommerschen Geschichte und damit verwandter Disziplinen. Namhafte Kenner vieler wissenschaftlicher (Teil-) Disziplinen und Spezialgebiete (Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Literatur, Genealogie, Heraldik, Münzkunde, Musik, Bau-, Kirchen- und Medizingeschichte) stehen der Gesellschaft als Kuratoren beratend und anregend zur Seite.
|
|
|
Von den "Baltischen Studien" sind seit 1955 bis 2004 insgesamt 48 Jahresbände erschienen, die von der Tätigkeit der Gesellschaft nach dem Kriege Zeugnis ablegen. Viele ältere, aber zunehmend auch jüngere Autoren haben dazu beigetragen, dass die Baltischen Studien ihr in über anderthalb Jahrhunderten erworbenes Ansehen als wissenschaftliche Zeitschrift bewahren konnten. – Die "Baltischen Studien" sind zugleich Mitteilungsorgan der "Historischen Kommission für Pommern" und, seit 1996, der "Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte e. V.", mit denen eine sehr gute Zusammenarbeit besteht.
Neben der Herausgabe der "Baltischen Studien", die jedes Mitglied alljährlich erhält, hat sich die Gesellschaft die Abhaltung von Vortragsveranstaltungen zur Aufgabe gemacht. Dies vollzieht sich im Rahmen regionaler Gruppen, den Abteilungen. Sie wurden noch in den fünfziger Jahren in Hamburg, Berlin und Bonn, später auch in München und 1990 in Vorpommern eingerichtet. Auch die überregionale Jahreshauptversammlung, die an wechselnden Orten stattfindet, schließt Fachvorträge und eine nach Möglichkeit auf Pommern bezogene künstlerisch-kulturelle Veranstaltung mit ein. Sie dient zugleich dem persönlichen Zusammenhalt der Mitglieder, deren Zahl nach langer, stetiger Aufwärtsbewegung im Herbst 2004 einen Stand von rund 580 persönlichen und 43 korporativen Mitgliedern erreicht hat. Gut 50 % der Mitglieder wohnen in Vorpommern.
Gemessen an den Aufgaben sind die finanziellen Eigenmittel der Gesellschaft sehr gering. Alle organisatorischen Arbeit werden ehrenamtlich geleistet. Dass die Gesellschaft trotz des geringen Jahresbeitrags (25,oo € für Mitglieder die den Beitrag abbuchen lassen, € 30,oo für die, die eine andere Zahlweise bevorzugen) die gestellten Aufgaben erfüllen konnte, ist neben immer geringeren Zuschüssen der öffentlichen Hand nicht zuletzt größeren oder kleineren Spenden aus dem Mitglieder- und Freundeskreise zu danken. Die als gemeinnützig anerkannte Gesellschaft wird daher auch in Zukunft auf solche Zuwendungen angewiesen sein und sie dankbar entgegennehmen.
Seit der Gründung der Abteilung Vorpommern wurzelt die Gesellschaft nun auch wieder im angestammten Boden und erhält von dort neue Impulse und Lebenskraft. Sie versteht sich zugleich als Rechtsnachfolgerin des einst aus ihr hervorgegangenen "Rügisch-Pommerschen Geschichtsvereins", der nach dem Zweiten Weltkrieg unter den damaligen Zwängen keine Fortführung vor Ort finden konnte. Seit dem 82. Band Neuer Folge (1996) führen die "Baltischen Studien" den Untertitel "Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte".
Geschäftsstelle: Frau Dipl. Math. Karin Bratz Trelleborger Weg 26, 17493 Greifswald e-mail: karin.bratz@pommerngeschichte.de im Oktober 2004
|
|